Nach dem Schnitt den Hut durch den Baum werfen!

Sie haben es wieder gezeigt, wie es geht, wenn es heißt: Obstbaum beschneiden. So geschehen beim letzten Obstbaumschnittkurs, den der Obst- und Gartenbauverein Neuweiler jeweils im Frühjahr und im Herbst anbietet. Im Pfarrgarten der evangelischen Kirche und im gegenüber liegenden Anwesen Berstecher in der Martin-Luther-Straße zeigten die beiden versierten Baumwarte des Vereins, Andreas Müller (im Bild rechts) und Thomas Wunn, wie man den richtigen Schnitt ansetzt. Dabei gilt es, so konnte man ihren Erläuterungen entnehmen, bestimmte Grundregeln zu beachten. So werden zum Beispiel  alle senkrecht nach oben wachsenden Triebe, vor allem die sogenannten Wasserruten, entfernt. Auch das nach unten Wachsende kann in der Regel entfernt werden. Es sei denn, es sind Blütenansätze zu erkennen. Dann sollte man warten bis zum nächsten Schnitt im Herbst.  Schnittzeiten sind übrigens das ganze Jahr über, ausgenommen Frostperioden. Weitere Grundregel: In das Innere des Baumes soll möglichst viel Licht fallen; deshalb dort entsprechend auslichten. Hier gibt es auch eine Faustregel: Nach dem Schneiden soll man durch den Baum einen Hut werfen können. (jg)