Neue Heimstätte fürs Jugendzentrum

Die Stadt will aus dem ehemaligen  Schwesternwohnheim in der Lazarettstraße ein „Haus der Generationen“ machen.  Entsprechende Pläne, welche die Arbeitsgemeinschaft Professor  Klaus Dieter Köehler/ Architekturbüro 3bstoff Michael Arend – Michael Seiler für das denkmalgeschützte Gebäude entwickelt hat, wurden vergangenen Donnerstag bei einer Bürgerversammlung im Festsaal der Aula der Öffentlichkeit vorgestellt. 60 Interessierte waren gekommen, darunter zahlreiche Jugendliche vom Jugendzentrum. Das Juz soll der Hauptnutzer des neuen Gebäudes werden.

Platz findet die Einrichtung des Regionalverbandes Saarbrücken im ersten und zweiten Stock des sanierten  Schwesternwohnheims auf rund 300 Quadratmeter Fläche. Im Erdgeschoss befinden sich das Büro für die Leitung, eine Küche und ein großer Aufenthaltsraum. Im Obergeschoss ist ein großer Raum  mit Platz für einen Billardtisch und ein Lounge sowie drei weitere Räume. Das Dachgeschoss, hier sorgen mehrere Gauben für Licht und Höhe, bietet einen größeren Bewegungs- und Besprechungsraum und  dazu drei Büros. Hier könnten sich die Gemeinwesenarbeit der Caritas, der Seniorenbeirat und auch „Familie gibt Aufwind“ oder der Verein „Kleine Tiger“ einrichten.  Nach Angaben von Professor Köhler hat das ehemalige Schwesternwohnheim einen intakten Gewölbekeller.  Dieser soll auf Wunsch der Jugendlichen als Fitnesss- oder Partyraum genutzt werden. Wie Köhler weiter informierte, soll an dem Gebäude der linke Teil, ein späterer Anbau, abgerissen werden. Dort soll dann ein dreigeschossiger Erschließungstrakt entstehen. Dieser enthält eine Treppe, einen Aufzug und die Sanitäranalgen. Durch diesen Trakt ist das komplette Schwesternwohnheim barrierefrei zugänglich. Zahlreiche Fenster in dem Neubau sorgen für ein  lichtdurchflutetes Inneres. 1,2 Millionen Euro stehen für die Sanierung bereit. Davon muss die Stadt ein Drittel aufbringen. Die Finanzierung läuft über das Programm „Soziale Stadt“.

Das Geld war ursprünglich für die Sanierung des Anwesens Sulzbachtalstraße 116-118 vorgesehen. Die Umwidmung ist mit den zuständigen Stellen abgeklärt. Von den Anwesenden gab es Zustimmung zu den Plänen, aber auch einige kleinere Anregungen, vor allem für die Nutzung des Außengeländes. Um die Zuschüsse zu erhalten muss die Sanierung bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.