Zur Erinnerung an Ludwig Harig : Die Stadt Sulzbach richtet am Donnerstag, 6. September, eine Gedenkfeier für den verstorbenen Dichter aus

Mit einer öffentlichen Gedenkfeier würdigt die Stadt Sulzbach am 6. September in der städtischen Aula ihren großen Dichter Ludwig Harig, der am 5. Mai im Alter von 90 Jahren verstorben war. Harig gehörte zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern der Nachkriegszeit und hatte vor allem mit den Romanen über seinen Vater und über seine Jugend in der Nazi-Zeit weit über das Saarland hinaus ein großes Ansehen erlangt.

Bei der Veranstaltung, die in Abstimmung mit der Familie des Toten und einem Kreis von Freunden vorbereitet wurde, wollen unter anderen der Sulzbacher Bürgermeister Michael Adam und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans an den Verstorbenen erinnern.

Eine Rückschau auf das Leben und Werk des Toten hält ferner der Kultur-Philosoph Prof. Dr. Bernd Scherer, der seit 2006 Intendant des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin ist. Scherer ist gebürtiger Saarländer und war mit Ludwig Harig befreundet.

Außerdem wird bei der Gedenkfeier ein Film über Ludwig Harigs Jugend in der Nazi-Zeit gezeigt, die er in dem Roman „Weh dem, der aus der Reihe tanzt“ verarbeitet hatte. Diesen Film hat der Literatur- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Karl Prümm gemeinsam mit dem Kameramann und Cutter Herbert Stang für das Saarländische Landesinstitut für Pädagogik und Medien produziert. Karl Prümm, der ebenfalls aus dem Saarland stammt und mit Harig befreundet war, war Hochschullehrer in Marburg und Berlin; Herbert Stang wirkte über 30 Jahre als Realschullehrer in Sulzbach.

In kurzen Beiträgen werden auch der saarländische Lyriker Johannes Kühn sowie seine Freunde Irmgard und Benno Rech den verstorbenen Ludwig Harig würdigen. Prof. Dr. Benno Rech war ein enger Vertrauter des Verstorbenen und gehört zu den drei Herausgebern seiner Gesammelten Werke.

Die Gedenkfeier beginnt am Donnerstag, 6. September, um 19 Uhr in der AULA in der Gärtnerstraße in Sulzbach.