VHS Sulzbach feiert 70-jähriges Bestehen Weit mehr als eine Weiterbildungseinrichtung

Heinrich Böll hat hier schon gelesen, ebenso wie Maria Croon oder Erich von Dänicken. Auch der bekannte Kabarettist Hans-Dieter Hüch hat hier schon seine Visitenkarte abgegeben.  Die Rede ist von der Volkshochschule Sulzbach. Alle Genannten waren im alten Schulhaus in der Gutenbergstraße zu Gast. Dort war die Weiterbildungseinrichtung in den ersten Jahren untergebracht. 1989 zog sie dann ins damals neue Kulturzentrum Auf der Schmelz ein. Im Salzbrunnenhaus feierte die VHS jetzt ihr 70-jähriges Bestehen.

Bürgermeister Michael Adam bezeichnete die VHS als Aushängeschild für die Stadt. Stets habe die Einrichtung auf  gesellschaftliche Änderungen reagiert und ihr Angebot angepasst. Dank sehr engagierter VHS-Leiter und Mitarbeiter sei das auch immer bestens gelungen. „Die Volkshochschule, deren Mitarbeiter sowie die Dozentinnen und Dozenten arbeiten gemeinsam an einer besseren Welt“, stellte Doris Pack, die Präsidentin des Verbandes der Volkshochschulen im Saarland, heraus. Die VHS sei weit mehr als Häkeln und Stricken. Sie biete unzählige Möglichkeiten der Weiterbildung in vielen Bereichen, leiste außerdem wichtige Arbeit bei der Digitalisierung und der Integration. Dank sagte Pack allen, die sich bei den Volkshochschulen engagieren. Ihr Dank galt auch allen Mitgliedern des Stadtrates dafür, dass sie immer wieder Geld für die Einrichtung zur Verfügung stellen. Eine solche Geburtstagsfeier sei eine ideale Möglichkeit, die so wichtige Arbeit der Volkshochschule ins rechte Licht zu rücken, betonte der Erste Beigeordnete des Regionalverbandes, Manfred Mauer. Die VHS Sulzbach, so Maurer, setze seit vielen Jahren Maßstäbe in den Bereichen Weiterbildung und entwickele immer wieder neue und gute Ideen. „Heute werden von der VHS mehr als 260 Kulturangebote gesteuert“, betonte Heike Kneller Luck,  die amtierende Leiterin der Sulzbacher VHS.  Ihr kurzer und knackiger Blick in die Zukunft: „Wir werden auch weiterhin die Menschen weg von der Couch holen.“

 

Mit einem  kurzweiligen Programm wurden die Gäste der Geburtstagsfeier bestens unterhalten. Ober es nun „Semmelknödel“ oder doch „Semmelnknödeln“ heißt, völlig egal. Der lustige Sketch, gespielt von Marlies Krämer und Ulrike Blatt von der Theatergruppe Ü 40 der VHS (Leiterin Brigitte Thul) kam prima an. Musikalisch umrahmten Stefanie Bungart-Wickert (Gesang) und Robert Widmann am Klavier die Feier. Interessante Einblicke in die 70-jährige Geschichte der Sulzbacher VHS bot die Power-Point-Präsentation, die Jürgen Weller zusammengestellt hatte. Dr. Karl- Ludwig Jüngst blickte sehr anschaulich in die Historie der Salzhäuser.  Und er stellte fest: „Im Salzbrunnenhaus haben Männer gewohnt, die europäische Industriegeschichte geschrieben haben.“ Das Gedicht und die Geschichte, die Gisela Bell-Stoll vortrug, waren eine Hommage an die VHS Sulzbach.  Mit Hermann Trapp, Gerd Schemer, Heiner Lux und Dr. Jüngst hatte Bell in den 80er Jahren bei der VHS das "Sulzbacher Stadtkabarett" ins Leben gerufen. Bell betonte: „Der Volkshochschule Sulzbach verdanke ich viel unvergessliche Momente“.