Ein Stück Bassila in Sulzbach

Bürgermeister Gomina Abou Bakari aus Bassila und Soziologin und Leiterin des Patenkinderprojekts auf Seiten Bassilas Koukoro Foussénatou weilten für eine Woche in Sulzbach. Der Antrittsbesuch des Bürgermeisters der 130 000 Einwohner starken Gemeinde Bassila in Benin bot Gelegenheit, die Kontakte zu vertiefen, die bereits 2017 beim Besuch in Sulzbach geknüpft wurden. Es war ein Woche der Begegnungen und Erfahrungen.
Rund 6300 km und 13 Stunden mit dem Flugzeug hatten die Gäste aus der befreundeten Stadt Bassila auf sich genommen, um mit der Partnerstadt Sulzbach in engem Kontakt zu bleiben. Dank des Vereins zur Förderung humanitärer Entwicklungsprojekte in Bassila „Sulzbach hilft Benin“, die sich seit dem Jahr 2008 engagieren, sind solche Besuche in die Tat umzusetzen. Vorsitzender des humanitären Vereins Volker Rauch hatte mit der stellvertretenden Vorsitzenden Elfriede Mohr ein  umfangreiches Programm für die Gäste entworfen. Dieses sah unter anderem einen Empfang bei Bürgermeister Michael Adam und die Teilnahme an der Stadtratssitzung im Sitzungssaal des Rathauses vor. Adam begrüßte die Gäste aus Afrika sehr herzlich. In der Sitzung wurde vom Stadtrat einstimmig beschlossen, die Zufahrtsstraße zu den Parkplätzen hinter dem Berufsbildungszentrum direkt neben dem Rathaus in „Bassilastraße“ umzubenennen.

Die offizielle Einweihung erfolgte im Rahmen des Partnerschaftsfestes Ende August. Bürgermeister Gomina war sichtlich erfreut über diese Freundschaftsgeste. Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an seinen Amtskollegen und sprach ihn vor Ort auch in Richtung des Vereins „Sulzbach hilft Benin“ aus. Der Verein mache es möglich, dass man 144 Kinder vor Ort unterstütze. Unter anderem könnten durch Spenden so Schulen gebaut werden. Im kommenden Jahr werde bereits die siebte Schule gebaut. Initiiert wurde der Austausch zwischen Bassila und Sulzbach seit 2005, noch unter den Bürgermeistern Hans-Werner Zimmer und Amidou Atta auf Seiten Bassilas. 2009 kam dann die Jumelage zustande. Seither werde die Freundschaft gepflegt, meinte Gomina bei seinen Dankesworten. Das Treffen in Sulzbach und die Ehrung durch den Straßennamen würden ihm Gewissheit „für neuen Schwung und neues Engagement in unserer Partnerschaft“ geben, meinte er.

Auch Bürgermeister Michael Adam unterstrich die Wichtigkeit von äußeren Zeichen einer Partnerschaft. Der neue Straßenname im Herzen der Stadt solle täglich in Rathausnähe von dem lebendigen Austausch der voneinander weit entfernt gelegenen Gemeinden Kunde machen.